Erstes Unterwassermuseum Europas entsteht auf Lanzarote
- 19. Feb. 2017
- 2 Min. Lesezeit
Ende Oktober hat die Inselregierung von Lanzarote über sein Tourismus- und Kulturamt grünes Licht für den Bau des ersten europäischen Unterwassermuseums gegeben. Das Atlantik-Museum soll auf dem Meeresgrund von Las Coloradas bei Yaiza im Südwesten der Insel entstehen. Dieser Küstenabschnitt ist perfekt, weil er außerhalb jeder Schutzgebiete liegt, der Meeresboden sandig und eben ist, die großen Strömungen des Nordens diesen Teil der Insel nicht erreichen und das Unterwassermuseum in einer Tiefe von nicht mehr als 15 Metern, aber auch nicht weniger als 12 Metern, gebaut werden kann.
Ende Oktober hat die Inselregierung von Lanzarote über sein Tourismus- und Kulturamt grünes Licht für den Bau des ersten europäischen Unterwassermuseums gegeben. Das Atlantik-Museum soll auf dem Meeresgrund von Las Coloradas bei Yaiza im Südwesten der Insel entstehen. Dieser Küstenabschnitt ist perfekt, weil er außerhalb jeder Schutzgebiete liegt, der Meeresboden sandig und eben ist, die großen Strömungen des Nordens diesen Teil der Insel nicht erreichen und das Unterwassermuseum in einer Tiefe von nicht mehr als 15 Metern, aber auch nicht weniger als 12 Metern, gebaut werden kann. <!-- @page { margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } --> Außerdem ist das Wasser dort sehr klar und es gibt einen Hafen in der Nähe. Aufgrund seiner Lage unter der Wasseroberfläche, ist das Meeresmuseum nämlich vor allem für Taucher interessant. An manchen Tagen kann man es aber auch von der Oberfläche aus sehen. Das Museum wird von dem britischen Künstler Jason de Caires Taylor gebaut. Er ist Spezialist für Ökoskulpturen und hat ähnliche Projekte bereits in der Karibikinsel Granada und auf der Isla de los Mujeres in Cancún in Mexiko umgesetzt. Der Künstler wurde für seine Werke bereits mehrfach ausgezeichnet. Er wird auf einer Fläche von rund 2.500 Quadratmetern vor der Küste von Yaiza Dutzende Einwohner von Lanzarote in Beton gegossen auf dem Meeresgrund versenken. Wochenlang arbeitet der Künstler an seinen Formen, denen lebende Personen Modell standen. Die Skulpturen werden aus hochwertigem Zement gebaut, der selbst unter Wasser eine garantierte Lebensdauer von 300 Jahren hat. Sie werden vor dem Versenken noch einmal gründlich gewaschen und ihre Oberfläche ist ph-neutral. De Caires Taylor verwendet ausschließlich umweltverträgliche Materialien, die die marine Flora und Fauna in keiner Weise stören. Im Gegenteil, in der Karibik und in Mexiko hat das Unterwassermuseum die Unterwasserwelt sogar belebt. In Cancún zum Beispiel hat sich die Biomasse der Korallen, seit der Einrichtung des Unterwassermuseums im Jahre 2009, um zwölf Prozent erhöht. Die Zahl der Krustentiere, Fische und Algen erhöhte sich sogar um 59 bis 65 Prozent. Die Meeresbewohner finden zwischen den Figuren neue Plätze, an denen sie sich verstecken, ernähren oder geschützt fortpflanzen können. Die Artenvielfalt, die durch das Unterwassermuseum gefördert wird, ist ein angenehmer Nebeneffekt, der dem Tauchgebiet zusätzliche Attraktion verleiht. Immerhin kamen 2013 mehr als 103.280 Tauchurlauber nach Lanzarote. Die Tendenz in diesem Bereich ist steigend. „Mit diesem Projekt schaffen wir auf Lanzarote ein Denkmal für das 21. Jahrhundert“, meinte Inselpräsident Pedro San Ginés bei der Ankündigung des Museums. Das Projekt ist mit 700.000 Euro veranschlagt, die in zwei Jahresraten gezahlt werden sollen. Rund zwei Prozent der Einnahmen, die durch das Museum erwirtschaftet werden, sollen in die Entwicklung und Erforschung der maritimen Artenvielfalt fließen.











































Kommentare