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Energieversorgung auf Lanzarote

  • 8. Juli 2014
  • 2 Min. Lesezeit

Energieversorgung

Wegen des optimalen Klimas ist auf Lanzarote während des ganzen Jahre keine Heizung erforderlich. Es ist auch so gut wie keine Industrie vorhanden. Durch Meerwasserentsalzung und Tourismusboom stieg der Erdölverbrauch in den letzten 20 Jahren auf das Fünfzehnfache. Der Pro-Kopf-Verbrauch erreicht zwar noch nicht den der USA, aber er übersteigt seit Jahren den Verbrauch Deutschlands. Die Insel ist mindestens zu 95 Prozent von Erdölimporten abhängig.

Nur 5 Prozent des Energiebedarfs werden von alternativen Energieträgern gedeckt, wobei Solarenergie nur in geringem Umfang für Brauchwasser genutzt wird. Für die Stromerzeugung auf Lanzarote wären über zwei Millionen Quadratmeter Solarzellen notwendig. Außerdem betragen die Herstellkosten für Solarstrom das Zehn- bis Zwanzigfache gegenüber der konventionellen Produktion.

Auf einer Vulkaninsel ist es nahe liegend auch über ein Erdwärmekraftwerk im Hot-dry-rock-Verfahren nachzudenken, um so mehr, wenn die oberflächennahe Erdwärme über einem eingeschlossenen Magmakörper bereits in 10 Meter Tiefe schon 600 Grad Celsius beträgt. Die Temperaturen sind seit den Eruptionen von 1730 durch Magmanachschub aus größeren Tiefen nicht abgekühlt. Da die Region der Erdwärmeenergie im Nationalpark Timanfaya liegt, haben die Lanzaroteños auf die Nutzung verzichtet.

Über Los Valles an der Südostabdachung des Famara-Massivs wurde 1993 der Windpark „parque eólico“ mit 48 Windgeneratoren fertig gestellt, die rund 11.000.000 kWh erzeugen und damit den Energiebedarf für die Meerwasserentsalzung etwa zu einem Drittel abdecken.

Der thermische Gradient des Bodens ist hier sehr hoch und kurz unter der Oberfläche werden Bodentemperaturen von mehr als 400 Grad Celsius gemessen. Das ist heiß genug um einen Eimer Wasser innerhalb weniger Sekunden zu verdampfen, nachdem man es in ein Rohr geschüttet hat, das im Boden versengt ist. Büsche, die in einer Grube bugsiert werden, fangen nach wenigen Sekunden Feuer. Und dann ist da noch der Vulkangrill: auf einem Brunnenschacht wird mittels Erdwärme gegrillt.

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